Die DSGVO klingt beängstigend, aber für kleine Betriebe sind die tatsächlichen Anforderungen überschaubarer als gedacht. Hier sind die fünf Dinge, die wirklich zählen.
Wenn ich mit Inhabern kleiner Unternehmen spreche, ist die DSGVO eines der Themen, die am meisten Angst machen. Zu Unrecht — und leider auch zu Recht.
Zu Unrecht, weil die tatsächlichen Anforderungen für kleine Betriebe überschaubarer sind als viele glauben. Zu Recht, weil viele Website-Betreiber wirklich gegen geltendes Recht verstoßen — oft unwissentlich.
1. Der Cookie-Banner muss echt sein
Kein „Wir nutzen Cookies, ist okay”-Banner, der technisch gar nichts blockiert. Wenn du Google Analytics, Facebook Pixel oder andere Tracking-Tools nutzt, muss der Besucher aktiv zustimmen — nicht durch Weiterscrollen, sondern durch echtes Anklicken. Tools wie Usercentrics, CookieYes oder Klaro setzen das korrekt um.
2. Google Analytics braucht Einwilligung
Google Analytics überträgt IP-Adressen (auch anonymisierte) an US-Server. Das ist nach aktuellem europäischen Recht nur mit gültiger Einwilligung erlaubt. Alternativ: datenschutzkonforme Alternativen wie Matomo (selbst gehostet) oder Plausible Analytics — kein Consent nötig, weil keine personenbezogenen Daten übertragen werden.
3. Das Impressum und die Datenschutzerklärung müssen aktuell sein
Klingt banal, aber der häufigste Abmahngrund ist eine veraltete oder falsche Datenschutzerklärung. Prüfe: Stehen alle Tools, die du nutzt, drin? Ist der Hosting-Provider korrekt angegeben? Stimmen die Angaben zur Verantwortlichen Person?
4. Kontaktformulare — verschlüsselt und sauber
Dein Kontaktformular überträgt personenbezogene Daten (Name, E-Mail). Das muss über HTTPS gesichert sein (heute Standard) und in der Datenschutzerklärung erwähnt werden. Speichert das Formular Daten in einer Datenbank? Dann brauchst du eine Löschfrist.
5. Externe Dienstleister brauchen einen AVV
Nutzt du einen E-Mail-Newsletter-Dienst, Cloud-Storage oder ein CRM? Dann verarbeitest du Kundendaten im Auftrag — und der Dienstleister braucht einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV). Die meisten großen Anbieter stellen diesen automatisch bereit, aber du musst ihn aktiv abschließen.
Das sind die niedrig hängenden Früchte — und sie machen den größten Unterschied für dein rechtliches Risiko.
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